arne klawitter

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Vita

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Ich habe in Rostock Germanistik, Anglistik/Amerikanistik und Philosophie studiert mit Auslandsaufenthalten in Glasgow, Berkeley und Nantes. 2001 promovierte ich über Michel Foucaults Literaturontologie an der Universität Rostock. Danach war ich für den DAAD in China tätig und habe an der Kyushu Universität in Fukuoka und anschließend (2008–2013) als Associate Professor an der Universität Kyoto gelehrt. 2012 folgte die Habilitation über die Resonanz ostasiatischer Schriftästhetik in der deutschen Literatur und Geistesgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im April 2013 habe ich eine Professur für deutsche Literatur und Medien an der Waseda Universität (Tokyo) erhalten. Mein bevorzugter Wohnort ist aber Kyoto geblieben. Seit August 2019 halte ich mich zu Forschungszwecken in Deutschland auf.

FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

Meine Hauptarbeitsgebiete sind zum einen die deutsche Literatur seit dem ausgehenden 18. bis zum 20. Jahrhundert mit Anschlüssen an die englischsprachige und französische Literatur und zum anderen die Literaturtheorie sowie ihre Anwendung mit besonderem Interesse für poststrukturalistische Theoriebildungen (Foucault, Barthes, Derrida) und deren „Vorgänger“ (Bataille, Blanchot, Klossowski).

Mein gegenwärtiges Forschungsprojekt hat das in den Literaturjournalen des 18. Jahrhunderts gesammelte Wissen zum Gegenstand und betrifft nicht nur die sogen. „schönen Wissenschaften“, sondern auch die Bereiche der „Weltweisheit“, Geschichte, Ökonomie, Medizin, u.v.m. Neben der Bedeutung der Literaturjournale und Gelehrtenzeitschriften interessiere ich mich für poetische Experimente in der Dichtung seit dem 18. Jahrhundert, für die Radikalaufklärer, ästhetischen Freigeister und den Geniekult der 1770er Jahre, den Wissenstransfer zwischen Europa und Ostasien und die ästhetische Resonanz von Schriftzeichen. Weitere Themen meiner Forschung und Lehrtätigkeit sind die Konditionierung der visuellen Wahrnehmung, insbesondere in Hinsicht auf das Panorama zu Beginn des 19. Jahrhunderts, die Ästhetisierung menschlicher Lebensbereiche (Ästhetik der Landschaft und der Dinge), Konzepte von Körper- und Unkörperlichkeit in den Literatur- und Kulturwissenschaften und die deutschsprachige Nachkriegsliteratur bis zur späten DDR- und Wende-Literatur. Ferner beschäftige ich mich mit dem Konzept sowie der Geschichte von „Weltliteratur“ und arbeite gegenwärtig an einem Forschungsprojekt zur studiengerechten Applikation neuerer Literaturtheorien auf deutschsprachige Werke der Weltliteratur von Kleist, Kafka und Thomas Mann.

Zusammen mit dem Berliner Orientalisten Christoph Rauch arbeite ich derzeit an der Edition des Briefwechsels des Juristen, Philosophen und Diplomaten Heinrich Friedrich v. Diez und zusammen mit dem Oxforder Germanisten Kevin Hilliard an der Herausgabe der Briefe des Philosophen, Ökonomen und Staatswissenschaftlers Jakob Mauvillon (Werkprofile. Philosophen und Literaten des 17. und 18. Jahrhunderts).


2 Kommentare

  1. Frieder Sondermann sagt:

    Zu Graf Hoditz habe ich auch gearbeitet und hoffe,
    bald den Artikel im Goethe-Jahrbuch 2019
    lesen zu können.
    Frieder Sondermann
    Asahigaoka 2-15-6
    981-0904 Sendai-Shi

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    • Hallo Herr Sondermann, das hört sich interessant an, ich habe noch nie jemanden getroffen, der zu Graf Hoditz gearbeitet hat. Kann man den Text irgendwo lesen? Der Aufsatz über Roswalde soll jetzt im Juni erscheinen. Arbeiten Sie noch in Sendai? Beste Grüße
      Arne Klawitter

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