arne klawitter

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cov-0308         9783825230555         Titelbild      

Fernwest

 

Dissertation

Die „fiebernde Bibliothek“.

Foucaults Sprachontologie und seine diskursanalytische Konzeption moderner Literatur.
Heidelberg, Synchron 2003.

 

Studienbuch

zusammen mit Michael Ostheimer

Literaturtheorie.

Ansätze und Anwendungen.

Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 2008.
Inhaltsverzeichnis

 

Habilitationsschrift

Ästhetische Resonanz.

Zeichen und Schriftästhetik aus Ostasien
in der deutschsprachigen Literatur und Geistesgeschichte.

Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht (unipress) 2015.

ausgezeichnet mit dem
Preis der Japanischen Gesellschaft für Germanistik
für die deutschsprachige Buchpublikation 2015

Inhalt   Verlagsankündigung      amazon

 

Kunstbuch

Fernwestliche Schrifträume.

Die Zeichenwelten des chinesischen Künstlers Xu Bing

Eine Publikation der OAG  Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens, Tokyo.

München, Iudicium 2018.

 

Editionen

Heinrich Friedrich Diez: Philosophische Abhandlungen, Rezensionen und unveröffentlichte Briefe (1773–1784),
herausgegeben und kommentiert von Arne Klawitter,
Würzburg: Königshausen & Neumann 2018.

 
klawitter_978-3-8260-6366-4
 
Rezension IFB.de
 
 

Herausgeberschaften

 
der_mensch        NBG 2010 Titelseite      What can a body   oeff

 
Der Mensch ist nicht gegeben. Für Heinz-Jürgen Staszak.
Rostock, Konrad Reich Verlag 2003.

Neue Beiträge zur Germanistik.
Sonderthema: Aspekte literarischer Negativität.
Tokyo, Ikebundo 2010.

What can a body do? Praktiken des Körpers in den Kulturwissenschaften.
Frankfurt am Main, Campus Verlag 2012.

Öffentlichkeitsinseln. Literarische Öffentlichkeit in der DDR. Tokyo, Jap. Gesell. für Germanistik 2016.
 
 

Rezensionen

 
Die »fiebernde Bibliothek«
Foucaults Sprachontologie und seine diskursanalytische Konzeption moderner Literatur

„Den ersten Hauptabschnitt seiner Arbeit widmet Klawitter Foucaults frühen Schriften zur „Ontologie der Literatur“. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl kleinerer Aufsätze, deren Reichweite vom späten 18. Jahrhundert über Mallarmé, Blanchot, Bataille, Klossowski bis hin zu zeitgenössischen Autoren des Nouveau Roman geht; die einzige umfangreichere Schrift ist das 1963 erschienene Büchlein über »Raymond Roussel«. Erfreulicherweise bezieht Klawitter auch einen Doppelvortrag Foucaults über »Sprache und Literatur« aus dem Jahre 1964, der in den »Schriften« von Foucault nicht enthalten ist, in seine Sichtung ein. In diesem Vortrag erklärt Foucault auch, warum er das Werk Roussels „vorgezogen“ hat, um an ihm seine „Literaturanalyse“ zu erproben und damit diejenige Form des Kommentars, die dem dritten Stadium der abendländischen Sprachkunst entspricht: das ist das Stadium, welches sich im 20. Jahrhundert abzuzeichnen beginnt und in welchem die Sprache sich nicht nur von der Aufgabe der klassischen Repräsentation der Welt sondern auch von der romantischen Bindung an Geschichte und Seele ablöst, um sich zu radikaler Autonomie zu verselbständigen. Péguy, Roussel oder die Surrealisten wären eben solche Autoren, in deren Werken die Sprachzeichen sich zu so systematischem und zugleich irrem Gestikulieren erheben, daß sie eben damit auch innere Sprachräume von beschreibbarer Gestalt bilden.

Foucaults Ontologie der Literatur heißt deswegen „Ontologie“, weil sie die Literatur auf ein zugrundeliegendes und beschreibbares Sein, das der Sprache, zurückführt: auf die „ontologischen Ereignisse des Sprechens“ (langage) (95). Man kann daher dieser Ontologie einen Zug zum Fundamentalen nachsagen, ebensosehr aber auch einen Zug zum Minimalen, ja zum Minimierenden – der wiederum den Charakter, den man sonst mit „Ontologie“ assoziiert, nämlich den essentialistischen Anspruch auf Wesensschau, gleichzeitig festhält und auflöst. Was die Sprache sei, wird nämlich in dieser „Ontologie“ mehr und mehr reduziert, ja tatsächlich irrealisiert, indem es – jedenfalls nach Klawitter – auf „nicht-signifikatives Sein“ (209) reduziert wird.

Insofern kann Klawitter zurecht ausführen, daß auf die Theoriephase der „Ontologie der Literatur“ bei Foucault die Phase der „Diskursanalyse“ nicht nur gefolgt ist sondern auch folgen mußte – und zwar als Ergebnis einer entschlossenen „Deontologisierung des Sprechens“ oder „Ontologiekritik“ (177, 204ff.). Dieser Gedanke führt nun seinerseits zu einem faszinierenden Resultat des ersten Abschnittes von Klawitters Arbeit: einer moebiusbandförmigen sowohl diskontinuierlichen wie auch kontinuierlichen Überleitung von Foucaults erster oder sagen wir früher Theoriephase der frühen Sechzigerjahre zu derjenigen der späteren Sechzigerjahre mit der „Diskursanalyse“, wobei nun aber beide Theoriephasen sich nicht auf semiologische oder epistemologische Verfahren beschränken sondern prall mit anthropologischen Inhalten gefüllt sind.“
Walter Seitter in: Sprachkunst. Beiträge zur Literaturwissenschaft (Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), XXXV, 1. Halbband 2004, S. 178–183.

»[D]ie durch terminologische und methodische Präzision bestechende Studie
[ist] ein ebenso erhellender wie produktiver Beitrag zur Erschließung der Literaturtheorie Foucaults.«
Hans-Walter Schmidt-Hannisa in: Germanistik 46 (2005), H. 1/2, S. 153

»Klawitters Studie […] kann wohl als die bislang – zumindest im deutschsprachigen Raum – umfassendste Darstellung der literaturtheoretischen und
-analytischen Arbeiten Michel Foucaults bezeichnet werden.«
»Klawitters herausragende Leistung besteht darin, die Bedeutung der sprachontologischen Schriften für das Gesamtwerk Foucaults offensiv herausgearbeitet zu haben.«
Michael Eggers in: Weimarer Beiträge 51 (2005), H. 1, S. 154 f.,157

»Die Auseinandersetzung mit Foucaults früher Sprachontologie kann mit Klawitters fundierter Untersuchung […] als abgeschlossen gelten.«
Achim Geisenhanslüke in: kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie, Nr. 47 (1/2004), S. 96

»Klawitters Studie [zeichnet sich] vor allem dadurch aus, dass sie den relationalen Anschluss an konträre Positionen sucht und deren Herausforderungen als gesamtproduktiv für die Literaturwissenschaft begreift. […] Literatur wird bei Klawitter […] zur spannenden Grenzfläche, in der sich unterschiedlichste Diskursformationen durchkreuzen. […]. Die deutschen Philologie-Aquarien benötigen dringend neue Belüftungsanlagen wie die Dissertation von Arne Klawitter.«
Angela Leona Oster: Diskursanalytische Selbstimplikationen der Literatur(wissenschaft) [Rezension zu Arne Klawitter: Die „fiebernde Bibliothek“] in: IASLonline

 
Literaturtheorie. Ansätze und Anwendungen

»Die beiden Verf. stellen in ihrer Einführung in 10 Kap. die derzeit geläufigen literaturtheoretischen Richtungen vor, wobei sie – in kluger Abwägung – den Bogen von der Hermeneutik (und mehr oder minder eng auf sie bezogenen Modellen wie sozialgeschichtlichen Ansätzen und der Rezeptionstheorie) bis zum New Historicism, der Dekonstruktion und der Feministischen Literaturtheorie spannen. Der große Vorteil gegenüber anderen Einführungen liegt darin, dass die Autoren nach einem theoretischen Überblick – einer Einführung in Argumentationsmuster und jeweilige Fachterminologien – selber Musterinterpretationen zu drei Auswahltexten (von Heiner Müller, E. A. Poe und Lu Xun, die dankenswerterweise im Anhang mit abgedruckt sind) anbieten. Ein weiterer Vorzug des Buches besteht noch darin, dass die Verf. bemüht sind, im Rahmen ihrer Musterinterpretationen immer auch Querverweise auf andere Theorien liefern, was ihrem eigenen Selbstverständnis bzw. ihrer Zielvorstellung entspricht, denn sie votieren für ›einen reflektierten, d. h. untereinander vernetzten ›Pluralismus als Methode‹‹«. (Werner Jung) Germanistik 49 (2008), S. 126.

»Ingesamt … eine informative, verständliche (!) Einführung mit lange vermissten Anwendungen« literaturkritik.de (Kay Ziegenbalg)

»Ein Literaturverzeichnis nach thematischen Gruppen geordnet und ein Namensregister runden den sehr lesenswerten und für den universitären Unterricht in den verschiedenen Philologien empfehlenswerten Band ab.« Informationsmittel (IFB) (Till Kinzel) swbplus

»Klawitter und Ostheimer schaffen eine Laborsituation, die sich gut als Beleg für die Sinnhaftigkeit des Methodenpluralismus verkaufen ließe. Sie machen das in selbstreflexiver Art und Weise nachvollziehbar und werden dem Anspruch an Intersubjektivität und Kommunizierbarkeit, wie sie ihn in ihrer Einleitung formulieren, gerecht.« Aussiger Beiträge

Weitere Rezensionen:
Thomas Keith, in: Info DaF 37 (2010), H. 2/3, S. 237-240.
Gabriele Stumpp, in: Neue Beiträge zur Germanistik (Internationale Ausgabe von „Doitsu Bungaku“. Zeitschrift der japanischen Gesellschaft für Germanistik) 9 (2010), H. 1, S. 178–180.

 
Heinrich Friedrich Diez: Philosophische Abhandlungen, Rezensionen und unveröffentlichte Briefe (1773–1784)

»Nachdem bereits 2010 ein umfangreicher Band mit Frühen Schriften von Heinrich Friedrich Diez (1751 – 1817) erschienen war, der von Manfred Voigts herausgegeben wurde, legt der in Tokyo lehrende Germanist Arne Klawitter nun einen ergänzenden Band vor. Dieser bietet wertvolles Material für die Aufklärungsforschung, zeigt er doch anschaulich, wie weit Religionskritik zu jener Zeit in Deutschland gehen konnte und wie sehr bei Publikationen noch an Akkomodationen zu denken war, um nicht unnötige Scherereien zu bekommen. Klawitter wertet dazu auch den schon länger bekannten Briefwechsel Jakob Mauvillons, eines anderen Radikalaufklärers, aus, der wertvolle Hinweise zu Diez enthält. So läßt sich ihm eine frühe Schrift zuordnen, die er an Mauvillon schickte und kommentierte. Auch äu- ßert sich Diez hier entschieden im Sinne des Unglaubens: „Sie sind Philosoph. Ich lerne es auch zu sein. Sie sind ungläubig und ein Jünger natürlicher Vernunft. Ich bins auch. (…). Ich stehe weit unter den Naturalisten. Ich glaube gar nichts und leugne alles. Nichts achten. Der Sceptizismus ist meine Lehre. Geringfügigkeit aller Dinge, die Summe meiner Sätze“ (S. 207). Brieflich bekennt sich Diez auch ohne Umschweife auf eine Weise zum Materialismus, wie es in den veröffentlichten Schriften nicht möglich war. […]

Besonders dankbar wird man dem Herausgeber dafür sein, daß er zusätzlich noch etliche Rezensionen dokumentiert hat, die sich auf Diez beziehen, darunter solchen von bekannteren Autoren wie Unzer, Heyne, Goethe, Mauvillon, Schubart, Feder, Iselin, Dohm oder Eberhard, aber auch von dem heute weniger bekannten Braunschweiger Pfarrer Rautenberg. Hier bietet der Band auch nützliche Hinweise zu einem wichtigen Rezensionsorgan der Zeit, der in Lemgo von 1772 bis 1781 erscheinenden Auserlesenen Bibliothek, die als Konkurrenzprojekt zu Nicolais berühmterem Rezensionsorgan fungieren sollte.

Für die Aufklärungsforschung hat Klawitter mit dieser Ausgabe ein nützliches Hilfsmittel bereitgestellt, denn nicht nur die Texte selbst sind aufschlußreich. Auch die Erläuterungen wird man gern konsultieren (was diese Ausgabe dem Vorgängerband voraus hat). Dazu kommen noch ein Verzeichnis der wichtigsten genannten Personen […], eine Bibliographie des Frühwerks von Friedrich Heinrich Diez (1771 bis 1784) […], Literaturhinweise und ein instruktives Nachwort (S. 205 – 236).« IFB (Till Kinzel)

 
 

Pressestimmen zu What can a body do? Praktiken des Körpers in den Kulturwissenschaften

„Die beiden theoretischen Annäherungen an den Körper, einmal über die „Praktiken“, das andere Mal über die „Figurationen“, spiegelt sich in der reizvollen Gestaltung des Buchs als Wendebuch: Es kann „auf den Kopf gestellt“ und von beiden Seiten gelesen werden. Entgegen seiner spielerischen Anmutung versammelt das Buch hochkomplexen Lesestoff – viele Kapitel basieren auf der Diskursanalyse des Poststrukturalisten Michel Foucault, sie jonglieren mit der Performativitätstheorie der Queer-Theoretikerin Judith Butler oder verknüpfen beides mit der Kritik an Kapitalismus und Psychoanalyse von Gilles Deleuze und Félix Guattari. […]

Ein spannendes, hochpolitisches Buch!“

10.09.2012, Deutschlandradio
Vom Arbeitslosen bis zum Zocker
Fazit: „Kluge und einleuchtende Dekonstruktionen des Körpers als Ausdruck gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse.“

„Man muss die Herausgeberinnen und Herausgeber, die Autoren und Autorinnen (und den Verlag) aber vor allem würdigen – nicht nur für die spannende Auswahl an und die differenzierte Bearbeitung der Themen, nicht nur für das schön gestaltete Buch, sondern vor allem für die kohärente Verflechtung der einzelnen Beiträge, die auch das einlösen, was in der Einleitung programmatisch verkündet wird. Es wird sichtbar, dass jahrelange Diskussionen und Arbeit hinter dem Projekt stecken.“

Sehepunkte


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